27. Oktober – Wahnsinn …

Im letzten Monat ist allerhand liegen geblieben, was ich eigentlich schon längst getan haben wollte, dafür habe ich zig andere Dinge auf den Weg gebracht, von denen ich bis vor Kurzem noch nicht mal wusste, dass ich sie überhaupt würde tun wollen. ;)

Oder wie Forrest Gump sagen würde:

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man kriegt.“

Alles im Umbruch grade, beruflich, privat – und überhaupt. Spannend. Überraschend. Einfach schön.

Was sich die letzten Monate immer deutlicher abgezeichnet hat, ist nun geklärt: Mein Brötchenjob wird nicht mehr länger Brötchenjob, sondern höchstens noch für die Hafermilch im Kaffee verantwortlich sein.

think-bigSchon als Kind hatte ich den Traum, eines schönen Tages mal vom Schreiben leben zu können und was ist wohl Grundvoraussetzung, damit dieser Wunsch Realität werden kann? Genau: Viel schreiben. ;)

Aktuell überwiegend für die regionale Tagespresse, aber auch für ein Online-Portal, an welches Firmen (oder auch Privatpersonen) sich wenden können, wenn sie Texte zu einem bestimmten Produkt oder worüber auch immer brauchen.

Jedenfalls bin ich meinem Kindheitstraum inzwischen näher als je zuvor und mit all den Projekten und Plänen, die noch verwirklicht werden wollen, sollte das im kommenden Jahr auch endgültig umzusetzen sein. Aufregend … :D

Deshalb reduziere ich meinen bisherigen Hauptjob auch auf ein Minimum – von dem ich niemals leben könnte.
Blöderweise habe ich habe die unschöne Angewohnheit, unter meinen Möglichkeiten zu bleiben, wenn ich beispielsweise keine Deadline im Nacken habe oder aus anderen Gründen einfach nicht wirklich MUSS.

Beruflich wie privat neige ich dazu, die Dinge auszusitzen, selbst dann, wenn ich weiß, dass sie mir nicht gefallen und sie auf Dauer definitiv nicht so bleiben können, wie sie sind. Ganz nach dem Motto: „Könnte ja schließlich schlimmer sein“ harre ich der Dinge, die ich mir vielleicht wünsche, die von allein aber eher selten kommen …
Nicht gerade meine beste Eigenschaft, denn wer weiß, um WIE VIEL BESSER alles sein könnte, wenn man sich nur mal trauen würde, die Dinge anzugehen und sich nicht immer wieder dafür entscheiden würde, ewig und drei Tage in seiner persönlichen Comfortzone vor sich hinzudümpeln.

Wer sich in dieser befindet, empfindet einen gewissen „Schmerz“, es tut aber noch nicht so dolle weh, dass er damit zum Arzt gehen würde. Ist zwar schlapp und kann keine 100%ige Leistung bringen, aber gut … sechzig reichen ja auch. Was soll`s. Weiß man, was man hat.

Jedenfalls ist es erstaunlich, was ich alles gebacken bekomme, wenn ich EBEN DOCH muss, wenn ich nicht die Möglichkeit habe, mich hinter „Keine Zeit“, „Das hab ich noch nie gemacht“ oder alternativ „Da bin ich zu doof für“ zu verstecken. Es ist ein grusliger Gedanke, eines Tages auf dem Sterbebett zu liegen und zu denken:

„So`n Kack. Hättste mal, als du noch konntest – jetzt willste, kannst aber nicht mehr.“

Steht auf meiner imaginären „Bloß nicht“-Liste ganz weit oben.

Neben dem Schreiben an sich ist das Thema

S I C H T B A R K E I T

ganz klar verbesserungswürdig – nö, verbesserungspflichtig. Mal sehen, wie ich das umsetzen kann, selbst dann, wenn die Zeit knapp ist. Sehe auf Facebook immer häufiger Live-Videos, eine echt spannende und mutige Sache. Sich vor die Kamera stellen, zwei Stunden irgendwas aufzunehmen und das Ergebnis auf fünf ansprechende Minuten zusammenzubasteln, das kann jeder. Live und in Farbe ist das eine ganz andere und bedeutend größere Herausforderung, würde sich bei dem ein oder anderen Event sicher anbieten. :)

Solch lange Texte hier sind es jedenfalls nicht, wovon die Leute sich beeindrucken lassen, dafür leben wir in einer viel zu schnelllebigen Zeit. Informationen wollen mundgerecht serviert und am besten schon halb vorverdaut angereicht werden. Kleine Häppchen liegen eben nicht so schwer im Magen, da werd ich mal versuchen, drauf zu achten.

Wie auch immer, diesen Monat arbeite ich noch Vollzeit und bastle meine Zeitungstermine drumherum. Letztes Wochenende sah das dann so aus, dass ich freitags auf einer Kunst-Vernissage war, samstags auf einem abendfüllenden Streetdance-Wettbewerb und sonntags auf ner Bürgerehrung. Drüber geschrieben werden will dann ja auch immer noch, was meine wirklich freie Zeit sehr gering hält – aber zum Glück können Wollmäuse nicht sprechen. ;)

Dieses Wochenende werde ich auch täglich „nebenher“ arbeiten und langsam bin ich echt froh, wenn sich alles eingespielt hat und ich nicht mehr auf so vielen unterschiedlichen Hochzeiten herumschunkeln muss. Aber ich wollt`s ja so haben und von daher ist alles grade richtig, wie es ist. :D Momentan scheinen sich die unterschiedlichsten Dinge wie von selbst zu einem großen Ganzen zusammenzufügen und Wege tun sich auf, die ich früher entweder niemals gesehen oder zu gehen nicht mutig genug gewesen wäre.

Es ist schon verrückt. Eigentlich aber auch wieder nicht.
Alles zu seiner Zeit – und nach unseren Gedanken.

Forrest Gump hat eben doch nicht immer recht.

Der Trüffel-/Weinbrand-/Milchcreme-Markt ist riesig. Niemand ist gezwungen, eine preisgünstige Pralinenmischung aus dem nächstbesten Supermarkt zu verputzen, bei der ihm die Hälfte nicht schmeckt. Wer genau weiß, was er lecker findet, kauft eben genau das – und genießt. :)

In diesem Sinne … Auf einen GENUSSVOLLEN Tag und liebe Grüße in die Runde,
Rebecca

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