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Bildquelle: berlin1.de

* 10.2.1898 in Augsburg, † 14.8.1956 in Ost-Berlin

Bertold (eigentlich Eugen Bertold Friedrich) Brecht war einer der einflussreichsten, deutschen Dramatiker und Lyriker des vergangenen Jahrhunderts und würde heute 118 Jahre alt.

Brecht wuchs in gesicherten Verhältnissen auf, allerdings musste er sehr früh miterleben, wie seine Mutter schwer erkrankte und 1920 an Brustkrebs verstarb. In seinem  Lied von meiner Mutter schreibt Brecht: „Ich erinnere mich ihres Gesichts nicht mehr, wie es war, als sie noch nicht Schmerzen hatte.“

Ob diese frühe Erfahrung seine, nennen wir es mal etwas flatterhafte Beziehung zum weiblichen Geschlecht beeinflusste, darüber lässt sich nur spekulieren.

Seine spätere Aussage „Während meines 9-jährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern“ lässt erahnen, wie er seine Schulzeit empfunden haben mag.
Brecht begann in München zunächst das Studium der Medizin und der Naturwissenschaften, verfolgte dies aber nicht mit großem Ehrgeiz, die Literatur war es, für die sein Herz schlug und mit der er schon sehr bald die Welt bereichern sollte.

„Die Dreigroschenoper“, 1928 in Berlin uraufgeführt, sowie „Mutter Courage und ihre Kinder“ dürften die beiden bekanntesten Stücke des Schriftstellers sein. Letzteres wurde 1941 in Zürich uraufgeführt und erzählt die Geschichte einer Frau, die im Dreißigjährigen Krieg die Soldaten versorgt und durch den Krieg ihre drei Kinder verliert.

Da ich es schöner und ausführlicher nicht schreiben könnte, hier der Link zu einer wirklich guten Biografie Brechts und natürlich gibt’s auch bei  Wikipedia noch allerhand zu erfahren.

Er verstarb am 14. August 1956 an den Folgen einer Grippe, von der sein seit Kindertagen angeschlagenes Herz sich nicht mehr erholte.

Zu guter Letzt noch der Verweis auf einige Texte und Zitate des, laut Marcel Reich-Ranicki

größten Dramatikers des 20. Jahrhunderts

Eines davon möchte ich hier noch schnell festpinnen. Ich liebe diese Passage …

Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte,
begrüßte ihn mit den Worten:
„Sie haben sich gar nicht verändert.“
„Oh!“, sagte Herr K. und erbleichte.

Bertolt Brecht, Das Wiedersehen

In diesem Sinne,
Leben heißt Veränderung, also
bleib NICHT, wie du bist und auf bald! ;)

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